„Ich möchte diesen Menschen so festhalten, wie ich ihn kenne.“
Mit seiner Stimme, seinem Lachen und seiner Art, eine Geschichte jedes Mal ein kleines bisschen besser zu erzählen, als sie eigentlich war. MyBestGoodbye gibt Menschen die Möglichkeit, ihre Lebensgeschichte mit ihrer eigenen Stimme zu erzählen und für die Menschen festzuhalten, denen sie wichtig sind.
Das erste Gespräch dauert 30 Minuten und ist kostenlos.
Fotos zeigen dir, wie jemand aussah. Sie erzählen dir nicht, wie er eine Geschichte erzählt hat.
Menschen besitzen heute mehr Bilder ihrer Familie als jemals zuvor, und trotzdem fehlen häufig die Geschichten. Viele Familien kennen bestimmte Geschichten scheinbar auswendig. Erst Jahre später fällt auf, dass niemand mehr genau weiß, wie sie eigentlich ging.
Viele Menschen verbinden einen Erinnerungsfilm zunächst mit schwerer Krankheit. Dabei lohnt sich die Frage: Warum warten wir darauf, dass Zeit knapp wird, bevor wir anfangen, Fragen über ein Leben zu stellen?
Unser Alltag produziert Erinnerungsmaterial ohne Ende.
Urlaubsbilder, Weihnachtsvideos, Geburtstagsfotos, Sprachnachrichten und ungefähr dreihundert Fotos vom selben Sonnenuntergang. Was häufig fehlt, ist der Moment, in dem jemand bewusst fragt:
„Erzähl mal. Wie hat das eigentlich alles angefangen?“
Genau dort beginnt MyBestGoodbye. Aus einzelnen Erinnerungen entsteht eine erzählte Lebensgeschichte.
Vielleicht kennst du einen dieser Momente.
Du weißt genau, dass dein Vater diese Geschichte hundertmal erzählt hat. Aber plötzlich bekommst du sie selbst nicht mehr ganz zusammen.
Deine Tochter fragt dich, wie Oma eigentlich als junge Frau war, und du merkst, dass du sie das selbst nie gefragt hast.
Du findest ein altes Foto deiner Eltern und stellst fest, dass niemand mehr weiß, wo es aufgenommen wurde.
Papa erzählt beim Essen schon wieder dieselbe Geschichte. Alle rollen mit den Augen. Und irgendwann würdest du ziemlich viel dafür geben, sie noch einmal zu hören.
Jeder Mensch trägt Geschichten in sich, die es nur einmal gibt.
Ich führe ein persönliches Gespräch mit einem Menschen über sein Leben: über Herkunft, Liebe, Entscheidungen, Fehler, Wendepunkte, den Urlaub, bei dem alles schiefging, die richtig guten Geschichten und das, was er seinen Menschen gerne mitgeben möchte.
Daraus entsteht ein Film, in dem man diesen Menschen wirklich erlebt, mit seiner Stimme, seinem Lachen, seiner Art zu erzählen und seiner Sicht auf das Leben.
Dafür braucht es keinen besonderen Anlass.
Manchmal denkt die Person vor der Kamera zuerst: „Mein Leben ist doch gar nicht besonders.“ Meistens sagt das jemand, der zwei Minuten später erzählt, wie er 1974 mit einem geliehenen Käfer bis nach Marokko gefahren ist. Für dich ist dein Leben normal. Für deine Familie ist es ihre Geschichte.
Manche Filme entstehen, weil jemand seine Geschichte bewusst für seine Familie festhalten möchte.
Vielleicht mit 60, 70 oder 85 Jahren, weil ein Mensch einen Teil seines Lebens weitergeben möchte.
Andere entstehen, weil ein Mensch weiß, dass seine Zeit begrenzt ist.
Dann möchte er bewusst etwas für seine Familie hinterlassen, und beides gehört zu MyBestGoodbye.
„Ich möchte meinen Menschen etwas von mir hinterlassen, das wirklich nach mir klingt.“
So entsteht dein Film.
Du erzählst, und ich kümmere mich um alles andere. Für Kaffee und Kuchen bist du zuständig.
Wir lernen uns kennen
In einem kostenlosen Gespräch von 30 Minuten sprechen wir über den Menschen, um den es geht, über eure Wünsche und darüber, ob wir gut zusammenpassen.
Das Interview
Ich komme zu dir nach Hause oder an einen Ort, der dir etwas bedeutet. Wir beginnen am Anfang, und du bekommst so viele Pausen, wie du brauchst.
Der Film
Aus dem Gespräch entsteht ein hochwertiger Film, mit den Geschichten zum Lachen und den Momenten, in denen es still wird.
Die Übergabe
Du bekommst den Film in langlebigen Formaten, an mehreren Orten gesichert, und entscheidest selbst, wer ihn wann sehen darf.
„Das können wir doch selbst aufnehmen.“
Ja. Und es ist wunderbar, wenn Familien das tun. Wenn ein Vater seinem Kind seine Lebensgeschichte erzählt, spricht er mit seinem Kind, und beide teilen Jahrzehnte gemeinsamer Geschichte.
Viele Details werden vorausgesetzt. Manche Fragen entstehen gar nicht, weil beide glauben, die Antwort bereits zu kennen. Ich kenne die Geschichte noch nicht und kann bei null beginnen.
„Moment – wie kam es überhaupt dazu?“
„Was haben deine Eltern damals gesagt?“
„Wie hast du dich dabei gefühlt?“
„Warum hast du dich trotzdem dafür entschieden?“
Ein Nebensatz kann plötzlich zu einer halben Stunde Lebensgeschichte werden. Die Kamera könnt ihr selbst aufstellen. Der Unterschied sind die Geschichten, die entstehen, wenn jemand zuhört, der sie noch nicht kennt.
Und ja, manchmal gehört dazu auch die Geschichte von Onkel Ernie, der 1987 nach dem dritten Rotwein irgendeine spektakulär schlechte Entscheidung getroffen hat. Die gehört dann selbstverständlich rein.
Fragen, mit denen bei mir Geschichten anfangen.
Welche davon würdest du deiner Mutter, deinem Vater oder dir selbst gern einmal stellen?
- Wie hast du eigentlich deine große Liebe kennengelernt?
- Was war die dümmste Entscheidung deines Lebens?
- Was hast du gemacht, von dem deine Kinder besser nichts wissen sollten?
- Wann warst du richtig glücklich?
- Welcher Urlaub ist so richtig schiefgegangen?
- Welchen Fehler würdest du wieder machen?
- Was möchtest du deinen Kindern unbedingt mitgeben?
Wofür MyBestGoodbye steht.
- Ein Leben muss nicht außergewöhnlich sein, um erzählenswert zu sein.
- Die interessantesten Familiengeschichten fühlen sich für diejenigen, die sie erlebt haben, meistens vollkommen normal an.
- Wir sollten Menschen Fragen stellen, solange wir ihre Antworten noch hören können.
- Ein Mensch erzählt seine Geschichte anders, wenn ihm jemand gegenübersitzt, der sie noch nicht kennt.
- Die Geschichte, bei der die ganze Familie nach dem ersten Satz die Augen verdreht, ist meistens die, die ihr später am meisten vermisst.
- Ein guter Film bringt euch zum Lachen und zum Weinen, oft innerhalb von fünf Minuten.
Ich bin Vanessa, und ich bin neugierig auf Menschen.
Ich sitze dir gegenüber, höre zu und bleibe an einem Nebensatz hängen, wenn ich spüre, dass dahinter eine Geschichte steckt. Für ein paar Stunden gehört meine ganze Aufmerksamkeit diesem einen Menschen und seinem Leben.
Die Idee, Familiengeschichten festzuhalten, war schon lange in meinem Kopf, vor allem, da mir meine Oma immer Geschichten von ihrer Kindheit erzählte und ich mich Jahre später an so viele Details nicht mehr erinnern konnte. Mit dem plötzlichen Verlust meines Patenonkels wurde mir klar, wie viel ich dafür geben würde, seine Geschichte wirklich zu kennen, sein unbeschwertes Lachen nochmal zu sehen und seine inspirierenden Worte zu hören – in einem Videofilm, wie MyBestGoodbye ihn einfängt.
In meinen Gesprächen darf gelacht werden, und zwar ziemlich viel. Es darf auch still werden, und beides gehört zu einem Leben dazu.
Am Ende entsteht ein Film über diesen Menschen und sein Leben, den eine Familie heute gemeinsam anschauen kann, und irgendwann vielleicht noch einmal aus einem ganz anderen Grund. Dann hört man wieder diese Stimme, dieses Lachen und diese eine Art, einen Satz zu beenden, und für einen Moment ist das Gefühl wieder da:
„Ja. Genau so war sie.“
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